Archiv der Kategorie 'Streik'

Ältere News

11. Dezember 08: Kommentar zu den gescheiterten Lohnverhandlungen:
Wo bleibt unser Rettungspaket?

Dezember 08: Die neue Wandzeitung der Basisgruppe Bahn ist erschienen. Diskutiert mit euren Kolleginnen und Kollegen und schliesst euch zusammen!

Download PDF-Version

JPG small

05.12.08: Verhandlungen über SBB-Löhne gescheitert

28.11.08: Industriewerk Bellinzona geht von SBB Cargo zu Personenverkehr

Dezember 08: Die Kolleginnen und Kollegen bei der Deutschen Bahn haben eine Solidaritätsbotschaft nach Bellinzona geschickt:

solibotschaft standpunkt

Dezember: Das Solidaritätskomitee Zürich zeigt den Film über den Officine-Kampf
Samstag, 13. Dezember, 18.30 Uhr, Unia-Hochhaus Zürich
Weitere Informationen

27.11.08: Auf die dringendsten Fragen der Kollegen im IW Bellinzona wollten die „Gesprächspartner“ der SBB keine Antworten geben – Deshalb war für diesen Freitag kurzfristig zu einer Kundgebung in bern mobilisiert worden. Die Konzernleitung – wohl unter Druck gesetzt durch den den Bund – lenkte aufgrund dieser angekündigten Protestaktion ein. Wohl nicht zuletzt weil diese kollektive Aktion den Charakter einer erneuten Arbeitsniederlegung hätte. Nun wurden neue Gespräche am runden Tisch angekündigt. Dort soll dann hauptsächlich über einen Businessplan für das IW Bellinzona diskutiert werden, der über das Jahr 2010 hinaus reicht. Wir bleiben dran.
Officine Bellinzona
Mail aus den Officine

September 08: Ein Bericht zur aktuellen Situation bei SBB Cargo Güterverkehr und den Werkstätten in Bellinzona findet sich hier

Mai/Juni 08: Unsere erste Wandzeitung steht zum Download bereit. Die Wandzeitung darf natürlich beliebig vervielfältigt, verteilt und aufgehängt werden.
PDF-Download

01.06.08: Wir veröffentlichen die Übersetzung eines Interviews mit Gianni Frizzo.
Interview Frizzo (PDF)

Mai 08: Die Schweizer Sektion der Revolutionären Sozialistischen Organisation (RSO) hat eine fundierte Analyse des Streiks in Bellinzona geschrieben. Sie ist in zwei Teilen erschienen, die wir hier publizieren: Teil 1, Teil 2.

April 08: Radio DRS hat eine Sendung zum Streik in Bellinzona produziert, welche wir als wertvolle Informationsquelle erachten. Die Sendung „Doppelpunkt“ kann über folgenden Link runtergeladen werden:
Doppelpunkt hören

15.05.08: Die SBB und die Freiburger Kantonsregierung verkünden die definitive Schliessung des Kunden-Service-Centers (KSC) in Freiburg. Informationen und Kommentare über diesen verlorenen Arbeitskampf in der Rubrik KSC Fribourg

23.04.08: Die Unia-Jugend organisiert eine Veranstaltung mit Matteo Pronzini (Unia Tessin) und am Streik beteiligten Arbeitern. Mittwoch, 23.4.08, 19:30, Alte Kaserne, Winterthur
Vortrag von Unia-Funktionär Pronzini hören
Diskussion hören

05.04.08: Der Streik in Bellinzona wird für zei Monate unterbrochen. In dieser Zeit finden Verhandlungen zwischen Gewerkschaften, Streikkomitee und SBB statt. Wie es in Fribourg und den anderen betroffenen Standorten weitergeht, ist weiterhin unklar. Mitteilung Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

– 27.03.08: Das Dokument „Vereinbarung betreffend IW Bellinzona“, welches am 27.03.08 von der SBB aufgesetzt wurde, steht zum download bereit. Im neuen Vorschlag geht der SBB-Verwaltungsrat einen kleinen Schritt auf die Arbeiter in Bellinzona zu, die zentralen Punkte und vor allem die Zukunft der anderen betroffenen IW und KSC werden nicht thematisiert. Offensichtlich will die SBB mit ihrem Entwurf nur den Streik in Bellinzona brechen und bei den anderen Bereichen abwarten. DOWNLOAD

- 25.03.08: Das Dokument „Entwurf für ein Abkommen“, welches der SBB-Verwaltungsrat am „runden Tisch“ (21.03.08) einbrachte, steht zum DOWNLOAD bereit

****************************************************************************************************
****************************************************************************************************

Die SBB-Tochtergesellschaft SBB Cargo will über 400 Stellen im Bereich Güterverkehr abbauen. Betroffen sind die Standorte Bellinzona (Lokomotiv- und Güterwagen-Werkstätte), Fribourg (Kunden Service Center), Biel (Kesselwagen-Unterhalt) und Basel (Hauptsitz).

Am 7. März 2008 ist die gesamte Belegschaft im Industriewerk (IW) Bellinzona in den Streik getreten, das Kunden Service Center (KSC) wird täglich mit verlängerten Pausen blockiert.

Wir informieren in der Rubrik Streik in Bellinzona – SBB Cargo über aktuelle Entwicklungen im ersten Streik im Bahnsektor seit dem Generalstreik 1918.

Kurze Zusammenfassung der Ereignisse (Gewerkschaft SEV)

Giù le mani dalle Officine! – Hände weg von den Werken!

Logo

Zum Arbeitskampf der EisenbahnerInnen in Deutschland

Die Bahnangestellten in Deutschland und Frankreich streiken. Während die deutschen Lokführer und Lokführerinnen einen eigenständigen Tarifvertrag mit Lohnerhöhungen und Arbeitszeitverbesserungen für das Fahrpersonal der Deutschen Bahn fordert, kämpfen die französischen Kolleginnen und Kollegen mit Streiks gegen die Abschaffung der Sonderrentenkasse.
Ein Lokführer in Deutschland bekommt 1500 Euro (!) netto. Ein französischer Lokführer in Rente erhält zur Zeit 74 Prozent des durchschnittlichen Gehalts der letzten drei Jahre. Fällt die Sonderrentenkasse weg, ist mit Abschlägen darauf von bis zu 25 Prozent zu rechnen.
Die Belastungen der Bahnangestellten werden weder finanziell noch mit den Arbeitszeiten adäquat ausgeglichen. Wir müssen im permanenten Schicht- und Wechseldienst unsere Arbeit leisten. Das führt zu einem unregelmässigen und lebensfeindlichen Rhythmus. Wenn in dieser Situation noch versucht wird, Lohnkürzungen und Flexibilisierungs-Massnahmen durchzusetzen, muss die Antwort eine unmissverständliche sein.

(mehr…)

Bundesgericht konkretisiert Streikrecht

Ein Artikel über das Streikrecht in der Schweiz aus dem Plädoyer 01/06, S. 31- 33. Aufgrund eines Arbeitskampfes beim Lausanner Medienunternehmen Presses Centrales durch die Gewerkschaft Comedia hat das Bundesgericht das Streikrecht konretisiert. Unter anderem wird auch auf den Status des „wilden Streiks“ eingegangen.

(mehr…)

Der Streik, das unbekannte Wesen

Die Zeichen stehen auf Sturm! Noch Ende September hatte Benedikt Weibel verlauten lassen, dass in seinen „bald 14 Jahren an der Spitze der SBB in jedem sozialen Konflikt eine Lösung gefunden wurde“. Doch inzwischen ist selbst für die Neue Zürcher Zeitung, dem Leitblatt der Bürgerlichen, ein Streik bei der Bahn kein Ding der Unmöglichkeit mehr. In der Wochenendausgabe vom 4./5. November heisst es da: „Kommt es zu keiner Einigung, herrscht bei den SBB ab 2007 ein vertragsloser Zustand. Man darf gespannt sein, wie Steuerzahler und Konsumenten als Arbeitgeber und Kunden der SBB reagieren würden, sollten Züge in der Januarkälte wegen eines Arbeitskampfes ausfallen. Anders als bei regionalen Arbeitskämpfen wären streikende Bähnler und ihre Arbeitsbedingungen sofort ein nationales Thema.“ Alle reden von Streik, doch niemand weiss so recht, was das ist. Aus diesem Grund haben sich einige interessierte BähnlerInnen zusammengesetzt, sich Gedanken gemacht und ein wenig recherchiert.

Was ist eigentlich ein Streik? Das Wort kommt vom englischen „to strike“ und heisst: die Arbeit mit Nachdruck niederlegen, um entweder eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erreichen oder aber ihre Verschlechterung abzuwehren. Der Streik ist seit dem Beginn der Industrialisierung die schärfste Waffe der ArbeiterInnen um ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen und ihre Forderungen durchzusetzen (Die verschiedenen Streikformen sind auf der Rückseite aufgelistet). Dass der Streik als Kampfmittel bis heute notwendig ist, liegt an unserem Wirtschaftssystem. Darin herrscht eine unversöhnlicher Widerspruch zwischen dem Unternehmen und den ArbeiterInnen. Einerseits muss der Betrieb die Produktionskosten senken bzw. die Produktivität steigern um in der Konkurrenz zu bestehen. Die ArbeiterInnen wollen aber andererseits ein angenehmes Leben führen und darum wehren sie sich gegen die Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen durch das Unternehmen. Aus diesem gespannten Verhältnis erwächst immer wieder die Notwendigkeit, sich mittels Streik zu wehren.

Viele Menschen ist der Streik bis jetzt nur dann begegnet, wenn sie mit dem Zug eine Reise ins Ausland machen wollten und die örtliche Bahngesellschaft mal wieder streikte. Doch bis Ende der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde auch in der Schweiz sehr oft gestreikt. Ab den fünfziger Jahren nahm die Häufigkeit der Streiks zunehmend ab, weil die gute Wirtschaftslage erlaubte, mit den Unternehmern gute Gesamtarbeitsverträge abzuschliessen. Doch selbst in Zeiten der Hochkunjunktur wie den 50er- und 60er-Jahren gab es Arbeitskämpfe in der Schweiz, sie wurden bloss ignoriert und weitgehend vergessen. Seit dem Ende der achtziger Jahre ist ein vermehrter Druck auf die erkämpften Arbeitsbedingungen von Seiten der Unternehmer zu spüren. In der neuen Bundesverfassung wurde dann 1998 das Streikrecht endgültig verankert: „Streik und Aussperrung sind zulässig, wenn sie Arbeitsbeziehungen betreffen und wenn keine Verpflichtungen entgegenstehen, den Arbeitsfrieden zu wahren oder Schlichtungsverhandlungen zu führen.“ (Artikel 28, Absatz 3) Herrscht also ein vertragsfreier Zustand, wie er bei der SBB Anfang 2007 droht, dann ist ein Streik der ArbeiterInnen erlaubtes Mittel zur Durchsetzung ihrer Rechte. Selbst wenn es zu einem Streik ohne Gewerkschaftsbeteiligung, einem wilden Streik, kommt, ist das zulässig. Von Seiten der Unternehmer wird bei einem Streik versucht, die Streikenden mit der Drohung einer fristlosen Entlassung unter Druck zu setzen. Wegen der Teilnahme an einem Streik darf jedoch niemand entlassen werden, und schon gar nicht fristlos.

Meta

Du browst gerade in den Zug um Zug voran – Basisgruppe Bahn Weblog-Archiven nach der Kategorie 'Streik'.

Längere Beiträge werden abgeschnitten. Klick auf die Überschrift, um den jeweiligen Beitrag in voller Länge zu sehen.

Kategorien