Wording Streik IW Bellinzona (17.03.08)

1. Die SBB hat mehrere klare Signale zum konstruktiven Dialog gesendet; sie hat den Entscheid der Betriebsversammlung im IW Bellinzona zur Kenntnis genommen. Die SBB will den konstruktiven Dialog am runden Tisch weiterführen und hat hierfür deutliche Schritte auf die Streikenden zu gemacht.

2. Die SBB hat beschlossen, die Umsetzung der Massnahmen für SBB Cargo in Bellinzona zu sistieren. Sie ist bereit, künftige Lösungen für den Standort Bellinzona offen mit allen interessierten Partnern zu diskutieren. Die SBB ist an einer guten Lösung interessiert. Im Gegenzug erwartet die SBB, dass die Streikenden in den nächsten Tagen den Streik beenden und die Arbeit wieder aufnehmen.

3. (reaktiv, auf die Frage nach arbeitsrechtlichen Schritten): Es ist nicht das Ziel der SBB, die Streikenden in Bellinzona wegen der Arbeitsniederlegung zu sanktionieren. Vielmehr zählt die SBB auf ihre guten Mitarbeitenden und hofft, dass diese rasch zur Vernunft und zur Arbeit zurückkehren. Die SBB hat über das Wochenende mehrmals klare Signale gesetzt, die eine Basis für ein gegenseitiges Entgegenkommen legen.

4. Andererseits ist der Streik ein klarer Verstoss gegen den mit den Sozialpartnern vereinbarten GAV. Er ist somit rechtswidrig. Auch hier gilt: Kehren wir mit kühlem Kopf und warmem Herz zurück zur Vernunft, um gemeinsam gute Lösungen zu finden.

5. Die SBB selber ist derzeit operativ nicht betroffen durch den Streik im IW Bellinzona. Wenn dieser noch länger andauert, werden wir Leistungen anderswo beziehen müssen. Die SBB hat frühzeitig entsprechende Vorkehrungen getroffen. Wir hoffen, dass dem IW Bellinzona nicht langfristig Kunden und Aufträge verloren gehen, was einen erheblichen Schaden für den Standort zur Folge hätte.

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