In einer Mitteilung im SBB-Intranet bezieht der Verwaltungsrat Position zu den Vorwürfen der Gewerkschaften:

Waren die Gewerkschaften über die Massnahmen informiert?

Hat die SBB die Informationspflicht der Sozialpartner verletzt, wie dies
die Gewerkschaftsvertreter öffentlich behaupten?
Nein, die SBB ist den vertraglich festgelegten Informationspflichten
bezüglich der Situation bei SBB Cargo frühzeitig und wiederholt
nachgekommen. Seit letztem Herbst 2007 wurde die Verhandlungsgemeinschaft
der vier GAV-Partner wiederholt über die Situation bei SBB Cargo
informiert. Die SBB handelte stets nach dem Grundsatz von Treu und Glauben.

Waren die Gewerkschaften über die Sanierungsmassnahmen bei SBB Cargo
informiert?

Ja. Die SBB informierte im Vorfeld der Medienkonferenz die sogenannte
Verhandlungsgemeinschaft, die aus den vier GAV-Partnern besteht: der
Schweizerische Eisenbahn- und Verkehrspersonalverband (SEV), die
Christliche Gewerkschaft Transfair, der Verband Schweizer Lokomotivführer
und Anwärter (VSLF) und der Kaderverband des öffentlichen Verkehrs (KVöV).
Informierte die SBB anders als bei anderen Umstrukturierungen?
Die Information der Verhandlungsgemeinschaft erfolgte im Fall SBB Cargo
gemäss der langjährig gelebten Praxis bei SBB und SBB Cargo. Diese Praxis
wurde in der Vergangenheit auch von keinem der Verhandlungspartner
beanstandet.

Haben die Sozialpartner der SBB ihre vertraglichen Pflichten erfüllt?
Die SBB weist auf den gültigen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) von SBB Cargo
hin. Dieser untersagt den Vertragsparteien und den Mitarbeitenden alle
arbeitsstörenden Massnahmen. Der Streik verletzt die Vertragspflichten
klar.

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