Personalversammlung des KSC Freiburg von SBB Cargo

KSC Freiburg: Tiefste Enttäuschung beim Personal

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kunden-Servicecenter von SBB Cargo in Freiburg sind schwer enttäuscht über das Vorgehen ihres Arbeitgebers. Die gestrige Vereinbarung zwischen SBB und Kanton Freiburg bedeutet das definitive Aus fürs KSC und bietet den Betroffenen keine Alternativen.

Das häufigste Wort an der Versammlung heute Mittag in Freiburg war „Resignation“. Der Ärger über das Vorgehen der SBB ist riesig, aber der Glaube an weitere Erfolge mit Kampfmassnahmen ist nicht vorhanden. „Wir haben gut gekämpft, aber jetzt müssen wir feststellen, dass es nichts gebracht hat“, stellten mehrere Redner enttäuscht fest. Der über zwei Monaten andauernde Kampf für den Erhalt des KSC Freiburg war eine der grössten Protestbewegungen in der Geschichte der SBB und des SEV.

Die Versammlung war der Meinung, dass es nun sinnvoller ist, die gewerkschaftliche Energie dafür einzusetzen, um für die Betroffenen die bestmöglichen Lösungen herauszuholen, als sich in einen aussichtslosen Kampf zu stürzen – dies umso mehr, als die Unterstützung der Freiburger Regierung fehlt. Nach wie vor bestehen viele Ungewissheiten über die Details des Umzugs nach Basel und allfälliger anderer Möglichkeiten innerhalb der SBB. Der SEV wird in den kommenden Wochen regelmässig mit Fachleuten in Freiburg präsent sein, um seine Mitglieder bei den Verhandlungen über ihre Zukunft zu unterstützen.

Weiter werden die bereits gesammelten Unterschriften (über 4000) für den Erhalt des KSC Freiburg der Kantonsregierung übergeben. Auch wenn der Kampf verloren ging, soll gezeigt werden, dass eine breite Unterstützung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Freiburg besteht. Zudem soll der Freiburger Regierung direkt die Enttäuschung über deren Verhalten ausgedrückt werden.

Quelle: SEV-Homepage

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