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Die SP des Kantons Freiburg kritisiert, dass der Staatsrat über 150 Arbeitsplätze für vage Versprechungen aufgibt. Es sei eine einfache Milchbüchleinrechnung, um zu erkennen, dass man den Verlust von über 150 Arbeitsplätzen nicht mit der vagen Versprechung für 50 bis 100 neue Stellen kompensieren könne, schreibt die SP in einer Mitteilung.

Nach Ansicht der SP seien auch die anderen Punkte der Vereinbarung zwischen SBB und Kanton gut gemeinte Absichten und Luftblasen. In dieser Situation von Win-win zu sprechen, wie das Staatsrat Beat Vonlanthen machte, zeuge «im besten Fall von Naivität, im schlimmsten Fall von Unehrlichkeit».

Die Bewegung für den Sozialismus Freiburg titelt in ihrem Communiqué: «Der Staatsrat lässt das Personal des KSC für einen Zwischenhalt im St. Leonhard fallen!» Die Regierung habe die Angestellten des Kunden-Service-Centers glauben lassen, dass sie an ihrer Stelle verhandeln könne und dass der Streik im Tessin nicht nachgeahmt werden solle. Das Ergebnis zeige, dass dies die falsche Strategie gewesen sei. «In Freiburg kann der Kurs noch geändert werden.» Falls das Personal bereit sei weiter zu kämpfen, habe es die Unterstützung der Bewegung für den Sozialismus.

Die gleiche Meinung bekundet auch die Gewerkschaft Unia. «Das Drama zeigt einmal mehr, dass die Arbeitnehmenden ihr Schicksal selber in die Hand nehmen und mit den Gewerkschaften für ihre Sache kämpfen müssen.» rsa

Quelle: Freiburger Nachrichten

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