SBB-Cargo-Arbeiter übergeben ihrem Chef eine Resolution
Die Arbeiter des SBB-Industriewerkes Bellinzona haben sich gegen drohenden Stellenabbau in ihrem Werk gewehrt. Rund 350 Arbeiter und Gewerkschafter überbrachten dem SBB-Chef Andreas Meyer eine Resolution.

In einem Umzug vom Berner Bahnhof zum nahe gelegenen SBB-Hauptsitz skandierten die Demonstrierenden auf Italienisch Parolen wie: „Hände weg von unserem Werk“. Rund 280 Arbeiter des Industriewerkes Bellinzona seien mit dem Zug nach Bern gereist, gab Peter Moor, Sprecher der Eisenbahnergewerkschaft SEV, an.

Die Resolution war an einer Personalversammlung in Bellinzona verabschiedet worden. Die Arbeiter wehren sich darin gegen jegliche Pläne für eine Schliessung des Industriewerkes in Bellinzona oder eine Restrukturierung mit Arbeitsplatzabbau. Das SBB-Werk hat 430 Arbeitsplätze.

SBB-Chef Andreas Meyer, der eine Delegation der Demonstrierenden empfing, zeigte Verständnis: „Ich nehme die Anliegen unserer Mitarbeiter und des Kantons Tessin ernst.“ Das Gespräch mit der Delegation sei konstruktiv gewesen.

Die allfälligen Abbaupläne bei der defizitären SBB Cargo sind bislang nur ein Gerücht. Eine Medienorientierung soll laut SBB-Sprecher Roland Binz Mitte März stattfinden. „Sobald Entscheide gefallen sind, wird die Öffentlichkeit informiert.“

Auch wenn ein Stellenabbau nicht auszuschliessen sei, müsse kein Mitarbeiter eine Entlassung befürchten. Ein Abbau würde über die natürliche Fluktuation und Umschulungen durchgeführt, sagte Binz.

Quelle: Tagesanzeiger

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