Cargo-Verkauf «ist kein Thema»
Lalive d‘Epinay dementiert Berichte

Ein Verkauf von SBB Cargo ist derzeit kein Thema. Das sagte der scheidende SBB-Verwaltungsratspräsident Thierry Lalive d‘Epinay gegenüber Schweizer Radio DRS. Um einen weiteren Stellenabbau werde das Unternehmen aber nicht herumkommen.

«Der liberalisierte Markt lässt nicht zu, dass mögliche operative Verbesserungen auf die lange Bank geschoben werden», erklärte Lalive d‘Epinay. Rationalisierungen werde es in vielen Bereichen geben, so etwa im Unterhalt. Wie es sich für die SBB gehöre, werde man aber gute Lösungen finden.

Cargo nicht Rücktrittsgrund
Die roten Zahlen der Gütertransport-Tochter der SBB werden den Verwaltungsratspräsidenten noch den Rest seiner Amtszeit beschäftigen. Den Grund für seien Rücktritt seien die Probleme bei SBB Cargo aber nicht. «Im Gegenteil. Das wäre für mich ein Grund gewesen zu bleiben», sagte er.

Auch der Zeitpunkt seines Rücktritts habe nichts mit dem Ergebnis der SBB Cargo zu tun. Die Zahlen für das letzte Jahr will das Unternehmen im März bekannt geben. Vielmehr habe er dem Bundesrat genug Zeit einräumen wollen, einen Nachfolger zu suchen. «Den findet man nicht in sechs Monaten», ist Lalive d‘Epinay überzeugt.

Die Gratiszeitung «News» hatte berichtet, die SBB führe Verkaufsgespräche mit der französischen SNCF und der Deutschen Bahn.

(sf/frua)

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