Die Güterverkehrstochter der SBB ist seit der Umwandlung der SBB Cargo in eine AG im Jahre 2000 immer wieder wegen Verlusten, personellen Wechseln und Stellenabbau in die Schlagzeilen geraten. Nachstehend eine Chronik:

5. März 1999: Die SBB geben auf Anfang 2000 die Umwandlung der Güterverkehrsdivision in die SBB Cargo AG bekannt.

23. August 1999: Der Leiter der Cargo-Division, der Däne Ken Bloch Sörensen, kündigt nach anderthalbjähriger Amtszeit seinen Rücktritt auf Mitte Oktober an. Er wird durch den Norweger Per Utnegaard abgelöst.

4. Oktober 2000: Das gross angekündigte Joint Venture von SBB Cargo mit der italienischen Staatsbahn FS wird verschoben und später ganz abgeblasen.

12. Dezember 2000: Cargo-Chef Utnegaard wird entlassen und durch Daniel Nordmann ersetzt, den damaligen SBB-Personalchef.

4. April 2001:
SBB Cargo gibt den Umzug nach Basel bekannt.

25. April 2002: Der Verlust im Güterverkehr für 2001 beträgt 68 Millionen Franken.

3. Juli 2002: SBB Cargo kündigt den Abbau von 120 Stellen an.

1. April 2003:
Die SBB kündigen zur Sanierung des defizitären Wagenladungsverkehrs den Abbau von bis zu 550 Stellen innerhalb von drei Jahren an. Der Abbau wird später auf 350 Stellen festgelegt. Der Verlust für 2002 beträgt 96,1 Millionen Franken.

15. April 2004:
Der Verlust von SBB Cargo im Jahre 2003 beträgt 33,1 Millionen Franken.

31. Januar 2005: SBB-Chef Benedikt Weibel gibt sich zuversichtlich, dass SBB Cargo 2005 erstmals schwarze Zahlen erreicht.

11. März 2005: SBB Cargo hat den Verlust im Jahre 2004 auf 2,8 Millionen Franken reduziert.

30. August 2005: Nach einem weiteren Verlust im ersten Halbjahr 2005 wird ein neuer Stellenabbau ins Auge gefasst.

28. Oktober 2005:
SBB Cargo will bis Juni 2006 590 Stellen streichen. Grund sind hohe Verluste im Wagenladungsverkehr. Das Netz soll halbiert werden. Es kommt zu Protesten von Angestellten, Kantonen und Industrie.

17. März 2006: SBB Cargo künftig im Rollmaterialbereich den Abbau von 200 bis 220 Stellen an.

20. März 2006: Für 2005 steigt der Verlust im Güterverkehr auf 165,7 Millionen Franken.

28. Dezember 2006: Nordmann sieht SBB Cargo auf dem Weg aus den roten Zahlen.

4. April 2007: Der Verlust für 2006 beläuft sich auf 37,3 Millionen Franken.

25. April 2007:
SBB Cargo kündigt den Abbau von 70 Stellen im Industriewerk Bellinzona an.

16. August 2007:
Nordmann tritt nach einem Verlust von 35,5 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2007 mit sofortiger Wirkung zurück. Nicolas Perrin löst ihn zunächst interimistisch und später definitiv ab. Zwei weitere Mitglieder des Managements gehen.

27. Februar 2008:
Der Nutzfahrzeugverband Astag fordert die Teilprivatisierung von SBB Cargo.

7. März 2008: Die SBB kündigen den Abbau von weiteren 401 Stellen an; für 2007 wird ein Verlust von 190,4 Millionen Franken für SBB Cargo ausgewiesen.

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